Baugrund

Baugrunduntersuchungen für Wohn- und Bürogebäude sowie Gewerbe- und Industriebauten und den Verkehrswegebau: Die TerraSystem GmbH bietet dem Bauherren und Planer hierfür durchdachte Untersuchungskonzepte, abgestimmt auf das jeweilige Bauvorhaben. Erstellt werden Baugrundgutachten und geotechnische Berichte für Flach- und Tiefgründungen inkl. der Dimensionierung von Fundamenten, Bodenplatten, Sondergründungen und Bohrpfählen, auch kombiniert mit eventuell erforderlichen Bodenverbesserungen. Zusätzlich sind Setzungsberechnungen, Nachweise zur Grundbruchsicherheit, Ermittlung des Zeitsetzungsverhaltens und Aussagen zur Konsolidierung von Böden möglich.


Fundamentgruben

 

Schneckenbohrung

Baubegleitend werden gemäß Anforderungsprofil Verdichtungsüberprüfungen, wie z.B. Lastplattendruckversuche und Rammsondierungen, durchgeführt. Alle Geländearbeiten, wie Kleinrammbohrungen, Rammsondierungen, SP - Tests und Bodenprobenahmen, werden von unserem eigenen Team durchgeführt.

Der Baugrund ist meist ein natürlich entstandenes Bodengefüge, welches sich in einer vielfältigen Wechselwirkung mit anderen Umweltfaktoren, wie z.B. Wassereinwirkung, Austrocknung oder Auflast befindet. Schon mit dem Ausheben einer Baugrube verändern wir dieses System. Weitere Maßnahmen, wie das Verdichten des Untergrundes – nun wird der Baugrund zum Bauwerk – verstärken diese Einflussnahmen.

Baustoffe, wie Beton, Mauersteine oder auch Glas sind – aus bautechnischer Sicht - homogen aufgebaut, ihre statischen Eigenschaften sind bekannt und das Material muss vor seiner Verwendung meist keiner weiteren Prüfung mehr unterzogen werden. Die Baugrundbewertung dagegen kann nur in einer Einzelfallprüfung vorgenommen werden, da die gründungsrelevante Zusammensetzung des Untergrundes oder auch Lagerungs- und Bodenwasserverhältnisse kleinräumig wechseln können.

Aus einem Baugrundgutachten der TerraSystem GmbH können die am Bauvorhaben Beteiligten in der Regel die folgenden Informationen entnehmen. Es erfolgt die Darstellung der Geländeverhältnisse, des Bodenaufbaus, der Grund- und Sickerwasserverhältnisse und deren Auswirkungen auf das Bauvorhaben bzw. das geplante Gebäude, also der Wechselwirkung zwischen Gebäude und Baugrund. Daraus entwickelt sich ein wirtschaftlich optimierter Gründungvorschlag, der u.a. zu erwartende Setzungsbeträge, Gebäudeabdichtung, Drainung, Böschungsausbildung und weiterführende Hinweise zur Bauausführung berücksichtigt.

TIPP: Der Architekt und Planer schuldet dem Bauherren eine mangelfreie und funktionstaugliche Planung. Dazu gehört auch die Berücksichtigung der Baugrundverhältnisse. Die Planung muss beispielsweise Maßnahmen gegen Feuchteschäden an erdberührten Bauteilen vorsehen und eine Gründung berücksichtigen, die die Lasten des Gebäudes in geeigneter Weise in den Untergrund abführen kann. Sieht Ihr Architekt für Ihren Neubau keine Baugrunduntersuchung vor, sprechen Sie ihn daraufhin an und lassen Sie sich über die haftungsrechtlichen Aspekte im Schadensfall unterrichten. Verzichten Sie als Bauherr wissentlich auf die Beauftragung eines Baugrundgutachtens, tragen Sie das sogenannte Baugrundrisiko häufig selbst.

Welche Dinge sind demnach vor Baubeginn zu prüfen, welche Fragen sollte man sich als Bauherr stellen? Kenne ich mein Baugrundstück genau – welche Hinweise gibt z.B. die zuständige Behörde zu meinem Baugebiet; ordnet sie sogar die Erstellung eines Baugrundgutachtens an? Welches Risiko gehe ich ein, wenn ich es ohne vorherige Baugrunderkundung bebaue?

Wie ist der Untergrund und wie sind die Grundwasserverhältnisse beschaffen? Ist mein Grundstück eventuell eine Altlast und daher ist mit kontaminiertem Boden zu rechnen, der kostspielig entsorgt werden muss? Benötigt mein geplanter Keller aufgrund von hohen Grundwasservorkommen eine höherwertige Abdichtung? Schaffen Sie sich Planungssicherheit und sprechen Sie Ihren Architekten an – oder wenden Sie sich direkt an uns.

Das „Baugrundrisiko" ist weder in einer Richtlinie, noch in einem Gesetz oder in der Verdingungsordnung für Bauleistungen (VOB) definiert. Dennoch wird dieser Begriff im Baujargon und auch in der Rechtsprechung immer wieder strapaziert. Der Begriff Baugrundrisiko beinhaltet demnach sowohl das Risiko, dass beim Ausschachten der Baugrube die vorgefundenen Bodenverhältnisse nicht mit denen in der Baubeschreibung oder in den Bauanforderungen (Statik) geforderten Verhältnissen übereinstimmen, als auch den zusätzlichen Aspekt, dass aufgrund der Untergrundsituation Schäden oder Mängel am Bauwerk auftreten. Weitere Folgen, wie Kostenerhöhungen und Änderungen der Bauzeitenpläne oder auch der Abbruch des Bauvorhabens, können ebenfalls mit dem Begriff Baugrundrisiko in Verbindung gebracht werden.

Die Rechtsprechung weist in der Regel dem Bauherrn das Baugrundrisiko zu, wenn er dieses nicht Dritten überträgt. Dieser Umstand kann aus verschiedenen Abschnitten der VOB (z.B. Teil A, § 9 Nr. 2 und Nr. 3, Abs.3) sowie aus den Bestimmungen des BGB (§ 644 und 645) abgeleitet werden. Hier wird der Bauherr quasi als Lieferant / Bereitsteller eines Baustoffes – hier der Baugrund – angesehen, für den er das Risiko zu übernehmen hat. Daraus ergibt sich: Der Bauherr trägt das Risiko, dass an seinem Gebäude oder an Nachbargebäuden Schäden auftreten oder Bewohner bzw. Nutzer beeinträchtigt werden.

Häufig werden schwierige Baugrundverhältnisse erst während der Tiefbauarbeiten festgestellt, z.B. während der Aushubarbeiten für die Baugrube. Auch in solchen Fällen berät Sie – der später hinzugezogene – Baugrundgutachter natürlich. Wäre die Baugrunderkundung im Vorfeld der Baumaßnahme erfolgt, hätte z.B. die kurzfristige Anpassung des Gründungskonzepts, was in der Regel mit höheren und nicht eingeplanten Kosten verbunden ist, vermieden werden können.

Das Anfertigen von Baugrundgutachten lohnt sich demnach in vielen Fällen. Lassen Sie sich unverbindlich beraten. Die Kosten sind meist geringer als Sie denken.