Versickerungsanlagen und Regenwasserbewirtschaftung

Die Versickerung von Niederschlagswasser ist in der Abwasserbewirtschaftung ein fester Bestandteil der Planung geworden. Das betrifft die Erschließung von ganzen Neubaugebieten ebenso wie das Bauvorhaben eines Einfamilienhauses oder Gewerbebaus.

Aufgrund der bundesweiten Einführung einer getrennten Gebührenerhebung für Schmutz- und Niederschlagswasser kann es bei den Grundbesitzern oder Immobilienbetreibern, je nach Größe der an die Kanalisation angeschlossenen Flächen (z.B. Dächer oder versiegelte Freiflächen), zu erheblichen Kostenbelastungen kommen. Diese können durch den Anschluss der Entwässerung an geeignete Versickerungsanlagen, wie z.B. Mulden oder Rigolen, aufgefangen werden.

Des weiteren wird häufig bereits in den Bebauungsplänen von Erschließungsgebieten eine Versickerung des Niederschlagswassers festgeschrieben, um einer nachhaltigen Siedlungswasserwirtschaft Rechnung zu tragen.

Ebenso kann es für die Eigentümer bestehender Gebäude von Interesse sein, anfallendes Regen- oder Schmelzwasser nachträglich einer Versickerungsanlage zuzuführen und somit von Kanalgebühren entlastet zu werden.

Da die Einleitung von Regenwasser in den Untergrund und damit eine Zuführung des Sickerwassers in das Grundwasser - eine Benutzung eines Gewässers gemäß §§ 2 und 3 des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) darstellt, ist hierfür eine wasserrechtliche Erlaubnis nach § 7 WHG bei der weisungsbefugten Behörde zu beantragen. Hierbei handelt es sich meist um die Unteren Wasserbehörden oder auch Umweltämter der jeweiligen Kreise bzw. kreisfreien Städte.

Weitere rechtliche Grundlagen sind durch das Landeswassergesetz (LWG) geregelt; (§ 51a Beseitigung von Niederschlagswasser LWG, Neufassung durch Novelle Mai 2005).

Unter Berücksichtigung der geltenden Richtlinien, dem ATV-DVWK-A 138 Regelwerk und des KOSTRA Atlasses führen wir für Sie durch:
  • Planung und Dimensionierung von Versickerungsanlagen: Mulden Rigolen Schächte


  • Planung von Versickerungsbecken und Flächenversickerungen


  • Planung von Abfluss- und Spülrinnen sowie Gräben


  • Planung zur Einleitung von Abwasser von Kleinkläranlagen, Planung von Sickergräben gemäß DIN 4261


  • Erstellung und Bearbeitung wasserrechtlicher Anträge


  • Fachbauleitung für den Bau von Versickerungsanlagen


  • Bestimmung der Durchlässigkeit von Böden








Lesenswertes:

Wärme aus erneuerbaren Energien wird ab dem Jahresanfang von 2009 Pflicht. Hausbesitzer und Bauherren müssen bei Neubauten einen Teil ihres Wärmebedarfs zum Heizen oder der Warmwasseraufbereitung aus erneuerbaren Energien abdecken. Das bereits verabschiedete Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) schreibt den Einsatz von Soloranlagen, Biomasseheizungen oder von Wärmepumpen vor.



Der Bund fördert ab dem Jahr 2008 die Wärmepumpe. In den aktuellen Förderrichtlinien ist es vorgesehen den effizienten Energieeinsatz von Wärmepumpen durch finanzielle Zuschüsse zu fördern.

Gefördert werden Wärmepumpen für die Warmwasserversorgung und die Heizung eines Gebäudes. Bedingung für die Förderwürdigkeit für Erdwärmeanlagen ist im Neubaubereich der Nachweis einer Jahresarbeitszahl von mindestens 4,0; im Gebäudebestand wird noch eine Jahresarbeitszahl von mindestens 3,7 verlangt.

Die Förderhöhe beträgt für Neubauten 10 Euro / m² beheizter Wohn- oder Nutzfläche. Die maximale Förderhöhe beträgt je Wohneinheit 2.000 Euro. Für die Sanierung im Gebäudebestand sieht der Gesetzgeber eine Förderhöhe von 20 Euro / m² vor; die maximale Förderung je Wohneinheit beträgt 300 Euro. Weitere Beschränkungen ergeben sich für Gebäude mit mehr als zwei Wohneinheiten.



Die Städte und Gemeinden Lindlar, Marienheide, Morsbach, Nümbrecht, Reichshof, Waldbröl und Wipperfürth informierten in einer Broschüre (Postwurfsendung im Juni 2008) über die Einführung einer getrennten Abwassergebühr für Schmutz- und Regenwasser.

Ein wesentlicher Aspekt hinsichtlich der entstehenden Kosten wird in Zukunft, neben den unvermeidlichen Schmutzwassergebühren, die Menge des von einem Grundstück in die Kanalisation eingeleiteten Niederschlagswassers sein. Diese hängt von der Art und Größe der versiegelten Flächen wie z.B. Dachflächen oder Zufahrten ab.

Wir meinen: In diesem Zusammenhang erscheint auch für den Gebäudebestand eine Prüfung, ob das Wasser einer Versickerungsanlage zugeführt werden kann, gekoppelt an eine entsprechende Abgabenbefreiung, sehr sinnvoll.


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